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Spitzbergen (Inselgruppe)
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Spitzbergen ist eine von Norwegen verwaltete Inselgruppe im Nordatlantik und Arktischen Ozean. Im norwegischen Sprachgebrauch heiĂt die Inselgruppe seit dem Spitzbergenvertrag von 1920 Svalbard (deutsch âKĂźhle KĂźsteâ). Im deutschen Sprachgebrauch ist dieser Name nicht verbreitet und die Inselgruppe wird gemeinhin Spitzbergen genannt, was zugleich der Name der Hauptinsel des Archipels ist.
Spitzbergen wurde ab etwa 1900 in erster Linie wegen der Ausbeutung seiner reichen Kohlevorkommen besiedelt. In neuerer Zeit gilt Spitzbergen als âgrĂśĂtes Labor der Weltâ fĂźr Arktisforschung, zu dem auch ein Startplatz fĂźr Forschungsraketen gehĂśrt (Svalbard Rakettskyttefelt). Die Inselgruppe ist gemäà dem Spitzbergenvertrag eine demilitarisierte Zone.
Contents
⢠Geologie
⢠Geografie
⢠Klima
⢠Fauna
⢠Flora
⢠Geschichte
⢠Bergbauperiode
⢠Politik
⢠Infrastruktur
⢠Wirtschaft
⢠Tourismus
⢠Medien
⢠Siehe auch
⢠Literatur
⢠Belletristik
⢠Weblinks
⢠Andere
⢠Einzelnachweise
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Geologie
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Hauptartikel
:
Geologie Spitzbergens
Die Geologie der Inselgruppe Spitzbergen (Svalbard) hat eine ungewÜhnlich abwechslungsreiche und komplizierte geologische Geschichte, die mit Laurentia und insbesondere mit Ost-GrÜnland im Zusammenhang steht. Sie waren mit Ost-Spitzbergen Bestandteile des Superkontinents Rodinia vor 900 Millionen Jahren. Nach dessen Zerfall vollzogen diese separierten Fragmente gemeinsam eine Kontinentaldrift, die im Präkambrium vor 550 Millionen Jahren in hohen sßdlichen Breiten nahe am Sßdpol begann und zur heutigen Position in hohe nÜrdliche Breite fßhrte.
Die geodynamische Entwicklung Spitzbergens kann in mehrere Phasen unterteilt werden: Zwischen dem späten Paläoproterozoikum und dem unteren Paläozoikum entstand das Grundgebirge mit bis zu 1750 Millionen Jahre altem Gestein und der Kaledonischen Orogenese vor 450 Millionen Jahren. Mächtige Sedimente lagerten sich während des Phanerozoikums, beginnend im Devon bis zum Tertiär, ab. In karbonischen bis tertiären SĂźmpfen entstanden periodisch KohleflĂśze. Vor 40 Millionen Jahren hatte sich der Atlantik geĂśffnet, und Spitzbergen wurde von GrĂśnland getrennt. Ab dem Quartär traten wiederholte Vergletscherungen auf. Sie hatten maĂgeblichen Einfluss auf die Geographie und formten die heutige Geomorphologie. Ab dem Ordovizium fossilierten zahlreiche und diverse Fauna- und Flora-Lebewesen in sedimentären Ablagerungen.
Geografie
Siehe auch
:
Gliederung Spitzbergens
Die ßber 400 Inseln und Schärencite-ref-inseln-1-1[1] liegen weit nÜrdlich des Polarkreises, zwischen 74 und 81 Grad nÜrdlicher Breite sowie zwischen 10 und 35 Grad Üstlicher Länge. Es wurde von einigen weiteren Inseln berichtet, deren Existenz aber bisher nicht an vorgegebener Position nachgewiesen werden konnte.cite-ref-3[3] MÜglicherweise wurden sie aufgrund mangelnder Orientierungsmittel mit anderen Inseln verwechselt oder von einem Gletscher bedeckt.
Die grĂśĂten Inseln sind Spitzbergen (norwegisch Spitsbergen), Nordostland (Nordaustlandet), Barentsøya, Edgeøya und Prins Karls Forland, die vergleichsweise nahe beieinander liegen und sich insgesamt Ăźber rund 450 km (243 sm) in nord-sĂźdlicher und 330 km (178 sm) in west-Ăśstlicher Richtung erstrecken.
Zur Inselgruppe Spitzbergen gehĂśren zudem die 240 km (130 sm) sĂźdlicher gelegene Bäreninsel (Bjørnøya) sowie die sĂźdĂśstlich gelegene Insel Hopen und im äuĂersten Nordosten die sogenannte WeiĂe Insel Kvitøya. Ebenfalls Ăśstlich befindet sich die Inselgruppe KĂśnig-Karl-Land (Kong Karls Land) mit den drei Hauptinseln Kongsøya, Svenskøya und Abeløya. NĂśrdlich von Nordostland liegt der Archipel der Siebeninseln (Sjuøyane), zu dem mit Rossøya die nĂśrdlichste Insel Spitzbergens gehĂśrt.
Die Inselgruppe bildet insgesamt den nordÜstlichen Abschluss der GrÜnlandsee, den nÜrdlichen des Europäischen Nordmeers und den nordwestlichen der Barentssee. Im Norden liegt das Nordpolarmeer. GrÜnland und Norwegen sind jeweils mehr als 600 km (325 sm) und der Nordpol ßber 1000 km (590 sm) entfernt. Im Osten liegt 190 km (100 sm) von Nordaustlandet bzw. 65 km (35 sm) von Kvitøya entfernt die russische Victoria-Insel. Nach weiteren 170 km (90 sm) beginnt die russische Inselgruppe Franz-Josef-Land, sßdlich davon liegt die Doppelinsel Nowaja Semlja.
Während die Kßsten Spitzbergens im Sommer in der Regel eisfrei sind, kann das Packeis im Winter bis zur Sßdspitze der Inselgruppe reichen.
Die hĂśchste Erhebung von Spitzbergen ist der Newtontoppen mit einer HĂśhe von 1713 Metern,cite-ref-4[4] dicht gefolgt vom Perriertoppen mit 1712 Metern,cite-ref-5[5] dem Ceresfjellet mit 1675 Metern, dem Chadwickryggen mit 1640 Metern und dem Galileotoppen mit 1637 Metern.cite-ref-6[6] Alle fĂźnf Berge liegen im Nordosten der Hauptinsel Spitzbergen im Gebiet Ny-Friesland.
Die KĂźsten der Inseln sind stark zerklĂźftet und von Fjorden durchsetzt. Das Boot ist ein wichtiges Verkehrsmittel; besonders im Sommer, wenn die sumpfige Tundra nicht auf dem Landweg durchquert werden kann. Mehr als 60 Prozent der Landfläche von Spitzbergen sind von Gletschern bedeckt. Einer von ihnen, der Austfonna, ist der nach Fläche grĂśĂte Gletscher Europas.
Die Inselgruppe ist tektonischen Aktivitäten ausgesetzt, die gelegentlich zu kleineren Erdbeben fßhren. Am 6. März 2009 ereignete sich das bisher stärkste Beben mit der Stärke 6,5 auf der Richterskala.cite-ref-7[7] Dieses Erdbeben war zugleich das stärkste in ganz Norwegen seit Beginn der Aufzeichnungen (ca. 100 Jahre).
Einige der Gesteinsformationen auf der Inselgruppe entstanden vor mehr als 600 Millionen Jahren in Sßdpolnähe.cite-ref-8[8]
Klima
Das Klima um Spitzbergen ist arktisch. Es ist das ganze Jahr kĂźhl bei zwar regelmäĂigen, aber geringen Niederschlägen. Die KĂźstenregionen sind im Sommer nur fĂźr etwa sechs Wochen schneefrei, die Fjorde frieren im Winter nur zeitweise zu. Bei kĂźhlen Sommern sind die Winter trotz der nĂśrdlichen Lage sehr mild, da der Westspitzbergenstrom, ein Ausläufer des Golfstromes, entlang der WestkĂźste relativ warmes Wasser ins Nordpolarmeer transportiert. Er ist der Hauptgrund dafĂźr, dass die Inselgruppe Ăźberhaupt bewohnbar ist.
Im Sommer, der Anfang Juni sonnig beginnt und im September mit Nebel, Regen und Schnee endet, liegen die Temperaturen zwischen â2 °C und 17 °C. Im Winter ist es zwischen â25 °C und 5 °C kalt, und es gibt häufig Schneefall und Nebel. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei â6,7 °C.
Spitzbergen liegt weit nÜrdlich des Polarkreises. In Longyearbyen dauert die Polarnacht vom 26. Oktober bis zum 16. Februar. Von Mitte November bis Ende Januar bleibt die Sonne mehr als sechs Grad unter dem Horizont, es tritt also nicht einmal eine Dämmerung ein. Im Sommer geht die Sonne vom 20. April bis zum 26. August nicht unter. Die jährlichen Sonnenstunden betragen 1150 Stunden, wobei die meisten auf die Zeit zwischen Mai und Juli fallen.
Auswirkungen der globalen Erwärmung
Durch die Klimaerwärmung haben sich auf Spitzbergen spßrbare klimatische Veränderungen ergeben. Zwischen 1970 und 2020 ist die Durchschnittstemperatur auf Spitzbergen um 4 Grad Celsius gestiegen, in den Wintermonaten um 7 Grad.cite-ref-taz-5699910-9-0[9] Am 25. Juli 2020 wurde mit 21,7 Grad Celsius fßr das Spitzbergenarchipel eine neue Rekordtemperatur gemessen, welche zugleich die hÜchste je im europäischen Teil der Arktis gemessene Temperatur darstellt; zudem wurden im Juli 2020 vier Tage in Folge Temperaturen ßber 20 Grad gemessen.cite-ref-taz-5699910-9-1[9] Wie in weiten Teilen der Arktis lässt sich auch auf Spitzbergen die gefßrchtete Eis-Albedo-Rßckkopplung feststellen: Durch die substanzielle Eisschmelze wandeln sich Eisflächen in offenes Wasser, dessen dunkle Oberfläche mehr Sonnenenergie absorbiert statt sie als zuvor helles Eis zurßckzustrahlen; dadurch erwärmen sich diese Gewässer und weiteres Eis in der Umgebung schmilzt immer schneller, wodurch weitere offene Gewässer entstehen usw.cite-ref-taz-5699910-9-2[9] Bis zum Ende des Jahrhunderts wird auf Spitzbergen ein Temperaturanstieg zwischen 7 und 10 Grad erwartet.cite-ref-10[10]
Fauna
An grĂśĂeren Landsäugetieren kommen das Spitzbergen-Ren, der Eisbär und der Polarfuchs vor. Der Eisbär, dessen Population im Gebiet der Inselgruppe auf rund 3500 Tiere geschätzt wird, ist eigentlich ein maritimes Tier, da er sich hauptsächlich auf dem umliegenden Meereis aufhält. Er wandert mit der Packeisgrenze der KĂźste entlang, da sich dort seine bevorzugte Beute, die Robben, findet. Trotzdem muss auf der ganzen Insel jederzeit und Ăźberall mit dem Auftauchen des Beutegreifers gerechnet werden. Das zeigt auch das Auftauchen eines Eisbären im Ortsteil Nybyen im Juni 2010.cite-ref-11[11] Zum Schutz von Kreuzfahrttouristen gibt es Eisbärenwächter, die die Kreuzfahrer auf LandausflĂźgen begleiten.cite-ref-12[12] Seit 1973 stehen die Eisbären auf Spitzbergen ganzjährig unter Schutz. Es ist verboten, Eisbären anzulocken oder aktiv aufzusuchen.
Die hier lebende Unterart der Rentiere, das Spitzbergen-Ren, ist kleiner als seine Verwandten in anderen Gebieten der Arktis. Es kommt nur auf der Inselgruppe Spitzbergen vor. Der Polarfuchs ist das kleinste der verbreiteten Säugetiere. Wegen des weiĂen Polarfuchsfells wurde er eine Zeit lang intensiv mit Fallen bejagt.
Im Zuge der Errichtung von Farmen zur Versorgung der sowjetischen BevĂślkerung mit Nahrungsmitteln wurde die Osteuropäische Feldmaus aus der Ukraine eingeschleppt und hat sich etabliert. Die Feldmaus wurde um Longyearbyen schon gesichtet, vermutlich ist sie durch Schiffe eingeschleppt worden. Moschusochsen wurden in den Jahren 1925, 1926 und 1929 eingefĂźhrt und entwickelten sich anfangs gut, starben jedoch im Jahre 1985 wieder aus. Ăhnlich verliefen Versuche, den Schneehasen anzusiedeln. Andere Landsäugetiere sind sehr selten oder fehlen.
Die Zahl der Meeressäuger war vor dem Beginn des groĂ angelegten Walfangs bedeutend hĂśher. Lange Zeit waren groĂe Fangflotten unterwegs, die erst GrĂśnlandwale und Nordkaper und später auch verschiedene Furchenwale bejagten. Narwale gab es schon immer nur wenige in diesem Gebiet, und die Anzahl der WeiĂwale, die noch im 19. Jahrhundert in den Fjorden der Inselgruppe gefangen wurden, ist heute stark dezimiert. Das Gleiche gilt im verstärkten MaĂ fĂźr Walrosse, die vollständig von den westlichen KĂźsten vertrieben wurden. Andere Robben, die auf Spitzbergen vorkommen, sind die Sattelrobbe, die Ringelrobbe, die Bartrobbe und vereinzelt auch die KlappmĂźtze.
Die Vogelwelt ist arm an Arten, lediglich 30 brĂźten auf den Inseln. Am häufigsten sind die AlkenvĂśgel, die in riesigen Kolonien brĂźten. Dazu gehĂśren die Dickschnabellumme, die Gryllteiste, der Krabbentaucher (ca. 1 Million Brutpaare), der Papageientaucher und die Trottellumme. AuĂerdem kommen verschiedene MĂśwenarten vor (DreizehenmĂśwe, EismĂśwe, ElfenbeinmĂśwe u. a.), alle vier europäischen RaubmĂśwen, der Eissturmvogel, verschiedene Limikolen (am häufigsten der Meerstrandläufer), die KĂźstenseeschwalbe, ThorshĂźhnchen, und der Sterntaucher. An EntenvĂśgeln brĂźten die Kurzschnabelgans, die Ringelgans, die WeiĂwangengans, die Eiderente und selten die Prachteiderente auf Spitzbergen. Im Landesinneren kommt das Alpenschneehuhn vor, die einzige Vogelart, die auch den Winter hier verbringt. Als einzige Singvogelart besiedelt die Schneeammer die Inselgruppe.
Folgende Vogelarten, von denen fast alle auch hier brĂźten, kommen auf dem Archipel vor und entsprechen dem Vorkommen auf Helgoland und Teilen der NordseekĂźste:cite-ref-13[13]
⢠Sterntaucher
⢠Eistaucher
⢠Eissturmvogel
⢠Kurzschnabelgans (kommt nicht auf der Bäreninsel vor)
⢠WeiĂwangengans (nicht auf der Bäreninsel)
⢠Eiderente (ebenfalls kein Vorkommen auf der Bäreninsel)
⢠Prachteiderente (selten, nicht Bäreninsel)
⢠Eisente (nicht Bäreninsel)
⢠Alpenschneehuhn (einzige Vogelart, die nicht im Winter fortzieht, nicht Bäreninsel)
⢠Steinwälzer (nicht Bäreninsel)
⢠Thorshßhnchen (nicht Bäreninsel)
⢠Sandregenpfeifer (nicht Bäreninsel)
⢠FalkenraubmÜwe (nicht Bäreninsel)
⢠SpatelraubmÜwe (nicht Bäreninsel, brßtet nicht auf Spitzbergen)
⢠HeringsmÜwe (nur Bäreninsel)
⢠EismÜwe
⢠DreizehenmÜwe
⢠ElfenbeinmÜwe (nicht Bäreninsel)
⢠SchwalbenmÜwe (selten, nicht Bäreninsel)
⢠RosenmÜwe (selten)
⢠Krabbentaucher (mit 1 Mio. Brutpaaren häufigster Brutvogel)
⢠Gryllteiste
⢠Papageitaucher
⢠Tordalk (nur Bäreninsel)
⢠Trottellumme (nur Bäreninsel)
⢠Dickschnabellumme (sehr groĂe Kolonien, manche, wie am Alkefjellet, mit mehr als 100.000 Brutpaaren)
⢠Kßstenseeschwalbe (nicht Bäreninsel)
⢠Schneeammer (einziger Singvogel, nicht Bäreninsel)
In SĂźĂwasseransammlungen leben unzählige kleine Krebstiere, wobei die Art Lepidurus (Apus) glacialis, die an Kaulquappen erinnert, besonders ins Auge fällt.
Flora
Die Pflanzenwelt ist typisch fĂźr die Tundravegetation. Die meisten der vorkommenden 130 BlĂźtenpflanzen findet man auch im skandinavischen Gebirge und auf Nowaja Semlja. Es gibt Steinbrecharten, Fingerkraut, WeiĂe Silberwurz und viele Wiesenpflanzen wie Gräser, LĂśwenzahn und Wollgras. Es gibt mehrere Weidenarten, von denen jedoch nur die Polarweide (Salix polaris) häufig ist. DarĂźber hinaus ist die seltene Zwergbirke (Betula nana) der einzige âBaumâ, der jedoch wie auch sämtliche Weidenarten nur am Boden kriecht und noch nicht einmal als Busch bezeichnet werden kann.
Moose bilden an vielen Stellen zusammenhängende Decken, die in den Senken im Landesinneren bedeutende AusmaĂe erreichen. Den reichsten Bewuchs findet man entlang der Fjorde, die oft wolkenfrei sind, so dass das Sonnenlicht lange Zeit den Boden erreicht. Das umliegende Meer ist reich an Algen, die auch im Polarwinter unter der Eisdecke leben. Besonders auffällig sind Braunalgen, die bis zu drei Meter lang werden kĂśnnen. In SĂźĂwassertĂźmpeln leben Kieselalgen und Armleuchteralgen (Charophyceae). Schneealgen leben auf dem Schnee und färben ihn grĂźn oder rot. Diese Färbung tritt vor allem im Sommer in der Nähe von Vogelkolonien auf, da der Kot der Tiere Stickstoff liefert.
An den KĂźsten wird eine groĂe Menge von Treibholz angespĂźlt, das vorwiegend aus NadelgehĂślzen besteht, sehr hart ist und von den sibirischen StrĂśmen ins Nordpolarmeer transportiert wurde.
Besiedlung und BevĂślkerung
Der norwegische Hauptort der Inselgruppe ist Longyearbyen auf der Insel Spitzbergen. Dort befindet sich auch die Universität UNIS. Daneben gibt es die russische Siedlung Barentsburg. Ny-Ă
lesund ist eine norwegisch-internationale Ansiedlung mit Forschungsstationen. Eine polnische Forschungsstation steht am Hornsund.
Norwegen betreibt zudem noch zwei Wetterstationen. Die eine steht auf der Insel Hopen. Weitere Wissenschaftler und Techniker betreuen die meteorologische Station und den Funksender in Herwighamna auf der Bäreninsel.cite-ref-14[14]
Die russische Kohlegrube in Pyramiden wurde 1998 stillgelegt; die dafßr angelegte Siedlung, die in Spitzenzeiten bis zu 1000 Einwohner gezählt hatte, wurde im Jahr 2000 verlassen. Seit 2007 wurde das alte Hotel renoviert und 2013 wieder erÜffnet. Jahrzehnte zuvor war bereits die sowjetische Siedlung Grumant aufgegeben worden.
Insgesamt hat Spitzbergen heute etwa 2700 ständige Einwohner; daraus folgt eine BevĂślkerungsdichte von etwa 0,04 Einwohnern pro km². Besonders die BevĂślkerung in Longyearbyen ist international, was durch den Austausch der Studenten (halbjährlich bis jährlich) mit entsprechend vielen Zu- und WegzĂźgen begĂźnstigt wird. Neben Norwegern, Schweden, Finnen und Dänen gibt es eine grĂśĂere Gruppe von Deutschen und anderen Westeuropäern sowie hin und wieder US-Amerikaner, im Hotelservice arbeiten viele Thailänder und Philippiner und in den russischen Siedlungen wohnen vornehmlich Russen, Belarussen und russischsprachige Ukrainer. Insgesamt leben Personen aus Ăźber 50 verschiedenen Nationen auf Spitzbergen.cite-ref-15[15]
Siedlungen und Verteilung der Einwohner:
⢠Longyearbyen: ca. 2500 Einwohner
⢠Barentsburg: 357 permanente Einwohner aus Russland (Stand Mai 2023)
⢠Ny-Ă
lesund: 25 permanente Bewohner, dazu im Sommer etwa 100 Gastforscher
⢠Pyramiden: 10â12 Personen fĂźr Hotelbetrieb und Hotelgäste
⢠Svea: vormals 225 Pendler, keine festen Anwohner - aufgelassen
⢠Grumant: Verlassene russische Bergarbeitersiedlung mit Verladehafen Colesbukta
⢠Hornsund: Polnische Forschungsstation mit 10 Personen im Sommer
⢠Bäreninsel (Bjørnøya): Norwegische Wetterstation mit 9 Personen
⢠Hopen: Norwegische Wetterstation mit 4 Personen
⢠Kap LinnÊ: Isfjord Radio und Hotel, 3 Personen und Hotelgäste
⢠Kap Wijk (Isfjord): Trapperstation, 1 Person
⢠Akseløya und Kap Schollin (Van Mijenfjord): Trapperstation, 1 Person
Geschichte
Entdeckung Spitzbergens
Schon 1194 wurde in norwegischen Schriften Svalbardi fundinn (âdie kalte KĂźste gefundenâ) erwähnt. Es wird vermutet, dass damit Spitzbergen gemeint war, es kĂśnnte jedoch auch Jan Mayen oder GrĂśnland gewesen sein.cite-ref-16[16] Als eigentlicher Entdecker gilt Willem Barents, der die Inselgruppe am 19. Juni 1596 sichtete, während er auf der Suche nach der Nordostpassage war.cite-ref-17[17] Die Entdeckung dieser Passage hätte der aufstrebenden Kolonialnation der Niederlande neue Wege nach Osten ermĂśglicht, die nicht von Spanien oder Portugal kontrolliert wurden. Nach Barents sind der Ort Barentsburg und die Barentssee benannt. Er selbst benannte das Land nach den spitzen Bergen an der WestkĂźste. Spitzbergen ist heute der Name der grĂśĂten Insel der Inselgruppe, er wird aber im deutschen Sprachgebrauch auch fĂźr die ganze Inselgruppe verwendet.
Barents fuhr anschlieĂend weiter nach Osten, wurde aber vom aufkommenden Eis zur Ăberwinterung auf Nowaja Semlja gezwungen. Das war die frĂźheste Ăźberlieferte Ăberwinterung so weit im Norden. Barents selber starb jedoch im FrĂźhling 1597 dort, bevor seine Mannschaft gerettet wurde.
Die Walfangperiode
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Hauptartikel
:
GrĂśnlandfahrt
Barents und nach ihm Henry Hudson (1607) fanden enorme Mengen an Walen, besonders von GrĂśnlandwalen, Robben und Walrossen vor. In der Folgezeit wurden daher zahlreiche Fangexpeditionen durchgefĂźhrt, die zu einer sehr schnellen Dezimierung der Wal- und Walrossbestände fĂźhrten. Diese haben sich bis heute nicht nennenswert erholt. Walprodukte, besonders das aus dem Blubber gewonnene WalĂśl, waren in dieser Zeit in Europa, das gerade dabei war, zur Weltmacht aufzusteigen, äuĂerst gefragt. Die Ausbeutung der Nordpolarmeere, besonders durch England, Frankreich und die Niederlande, ermĂśglichten diesen die Verbesserung ihrer Stellung gegenĂźber Spanien und Portugal, die ihren Reichtum aus den Ăberseekolonien bezogen. Durch den reichen Jagdertrag aus dem Gebiet um Spitzbergen bekam die Suche nach der SeestraĂe nach Osten immer geringere Priorität.
Anfänglich gab es oft Streitigkeiten zwischen den Schiffen der verschiedenen Länder. Daraufhin wurde 1619 entschieden, die Häfen zwischen den Nationen aufzuteilen. Britische Fangschiffe waren hauptsächlich zum Ende des 18. Jahrhunderts und am Anfang des 19. Jahrhunderts westlich von Spitzbergen unterwegs. Im Jahre 1788 gab es zum Beispiel 255 britische Fangschiffe. Zwischen 1669 und 1778 reisten 14.167 niederländische Schiffe zur Inselgruppe, die zusammen 57.590 Wale fingen. Der niederländische Hauptort war Smeerenburg.
Konzentrierte sich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts der Walfang auf die Kßstengebiete und die Fjorde Spitzbergens, verlegte er sich danach in die offene See hinaus, da die Erträge im ufernahen Gebiet bereits merklich zurßckgegangen waren. Die Kßste beheimatete noch einige Häfen, an denen sich die Schiffe trafen, und die Gräber fßr jene, die das Abenteuer im Nordatlantik nicht ßberlebt hatten. Viele dieser Gräber sind noch heute an den Ufern zu finden, wegen des Permafrostbodens sind die Skelette noch ziemlich gut erhalten. Die TranbrennÜfen hingegen wurden abgerissen oder zerfielen, die noch brauchbaren Gerätschaften wurden abtransportiert.
Fuchs- und Robbenjagd
Nachdem zur Mitte des 18. Jahrhunderts der Walfang ziemlich abrupt eingestellt werden musste, da die Erträge ausblieben, verlor die Inselgruppe vorĂźbergehend praktisch jede Bedeutung. Bereits zuvor war Spitzbergen als Ausgangspunkt fĂźr den Walfang nur noch Nebenschauplatz, da wie erwähnt im offenen Meer gejagt wurde und oft auch die Verarbeitung der Tiere bereits auf See stattfand. Nur einige russische Pomoren verblieben auf Spitzbergen. Diese machten vor allem in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts unter dem Protektorat des Zaren Peters des GroĂen Jagd auf WeiĂwale, Eisbären, PolarfĂźchse, Walrosse und Robben, mit deren Fellen sie Handel betrieben. Die russischen Felljäger waren die ersten, die systematisch auf Spitzbergen und damit in der langen Polarnacht Ăźberwinterten. Erst fĂźr 1795/96 gibt es erste Berichte Ăźber eine norwegische Ăberwinterung, die allerdings auch von Russen begleitet wurde. Weitere Ăberwinterungsaktivitäten norwegischer Jäger gab es offenbar erst 1822 wieder. Bis 1892 wurden insgesamt 21 Ăberwinterungen gezählt, nur 14 davon jedoch freiwillig. Neben den Fellen von Fuchs, Rentier und Eisbär war das Walross das Hauptziel der Jäger. Nach 1892, bis zur Evakuierung von Spitzbergen im Verlaufe des Zweiten Weltkrieges, nahmen die Ăberwinterungen deutlich zu, obwohl die Erträge aus den Fellen deutlich geringer waren als jene aus der Robbenjagd. Vermutlich war aber das erwartete Ansehen, das einem durch eine Ăberwinterung zuteilwurde, hinreichende Kompensation dafĂźr.
Die Zeit der Naturwissenschaften
Während der Zeit bis etwa 1900 dominierten naturwissenschaftliche Expeditionsreisen, besonders zu kartografischen Zwecken (siehe unten dazu auch den Abschnitt Geschichte der Kartografie von Spitzbergen). Langsam entwickelte sich das Bewusstsein, dass die Polarregionen fĂźr das Verständnis fundamentaler physischer, biologischer und geologischer Vorgänge auf der Erde zentral sind. Die Forschungen befassten sich besonders mit Meteorologie, Geomagnetismus und Polarlichtern. 1882/83 fand das Erste Internationale Polarjahr statt, in dessen Verlauf elf Nationen insgesamt vierzehn Forschungsstationen errichteten, zwĂślf davon in der Arktis. Die Forschungsstation auf Spitzbergen wurde vom schwedischen Meteorologen Nils Ekholm geleitet und befand sich im bereits zehn Jahre zuvor auf Anregung Adolf Erik NordenskiĂślds von der schwedischen Bergbaugesellschaft AB Isfjorden errichteten Svenskhuset (Schwedenhaus) bei Kap Thordsen am Isfjorden. Die dort während des Winters gesammelten Daten waren sehr wertvoll fĂźr die Forschung. Nennenswerte Probleme hatte das Forschungsteam nicht, was fĂźr eine Ăberwinterungs-Expedition im 19. Jahrhundert nicht selbstverständlich war. Ein Beispiel ist die TragĂśdie, die sich im Winter 1872/1873 im Svenskhuset abspielte. 17 norwegische Robbenjäger waren an einer Bleivergiftung durch den Verzehr von Dosennahrung gestorben, wie eine Forschungsexpedition von 2008 bewies.
Deutsche Expeditionsreisende dieser Zeit waren unter anderen 1870 Karl Graf von Waldburg-Zeil in Begleitung von Theodor von Heuglin, die bedeutsame Grundlagenforschung fßr die Kartografie dieser Region und fßr die Nautik betrieben, die umfangreichen Aufschluss ßber die StrÜmungs- und Eisverhältnisse in diesem Teil des Nordmeers erbrachte.
Im Jahr 1897 startete Salomon August AndrĂŠe von der Insel Danskøya eine Polarexpedition mit einem Gasballon. Diese Expedition war weniger wissenschaftlich ambitioniert, sondern vielmehr von dem Wunsch getragen, den Nordpol erreichen zu wollen. Der Versuch misslang, da sich der Ballon nicht lang genug in der Luft halten lieĂ. AndrĂŠe sowie seine beiden Begleiter Knut FrĂŚnkel und Nils Strindberg fanden im Laufe ihres RĂźckmarschs Ăźber das Packeis auf der Insel Kvitøya den Tod, wo sie erst 1930 entdeckt wurden.
Die Zeppelin-Studienexpedition nach Spitzbergen diente der Vorbereitung einer Forschungsfahrt mit einem Luftschiff und erfolgte im Sommer 1910 als Schiffsexpedition mit dem Dampfer Mainz.
1912 steckte die deutsche Reederei Norddeutscher Lloyd im nordwestlichen Bereich von Spitzbergen Ländereien ab, um diese fßr touristische Zwecke fßr ihre seit 1908 stattfindenden Polarfahrten mit Passagierschiffen zu nutzen. Der Beginn des Ersten Weltkrieges im August 1914 lieà das Projekt hinfällig werden.cite-ref-18[18]
Bergbauperiode
Um die Wende zum 20. Jahrhundert wurde Spitzbergen wieder wirtschaftlich interessant, denn es fanden sich weitreichende Kohlevorkommen, die noch dazu sehr leicht abzubauen waren, da die FlÜze teilweise bis an die Oberfläche drangen.
John Munroe Longyear grßndete 1906 die erste ständige Grubensiedlung. Sie wurde später nach ihm Longyear-City genannt, woraus im Norwegischen Longyearbyen wurde, die heutige Hauptstadt der Inselgruppe. In der Zeit zwischen 1900 und 1920 entstanden mehrere Bergbauunternehmungen in Norwegen und in anderen Staaten, die Kohlegruben auf Spitzbergen erÜffneten oder zumindest gedachten, das zu tun. Spitzbergen galt als No-Mans-Land, die ßbliche Vorgehensweise, wie man sich ein Stßck vom Kuchen abschnitt, war das Ausstecken eines eigenen Claims. Genaue Regeln darßber gab es jedoch nicht, weshalb es auch oft zu Streitigkeiten kam. Das Ersetzen fremder Claim-Anspruchsschilder durch eigene war häufig. Das Spitzbergen-Museum in Longyearbyen besitzt eine ansehnliche Sammlung solcher alter Claim-Annexionsschilder. Die meisten der in dieser Zeit gegrßndeten Bergbaufirmen existierten nur sehr kurz. Sie wurden entweder von anderen Firmen ßbernommen oder gingen in Konkurs, weil der Abbau nicht wirtschaftlich war. Beispielsweise begann die englische Firma The Spitsbergen Coal and Trading Company Bergbau in Advent City, wo der Abbau jedoch schon wenige Jahre später aufgegeben wurde. Das ganze Material (inklusive der Häuser) wurde nach Hiorthamn einige Kilometer nach Sßden verlegt, wo die A/S De Norske Kulfelter Spitsbergen operierte. Diese Firma wiederum wurde später an die Norske Kulfelter AS verkauft.cite-ref-19[19]
1916 Ăźbernahm die norwegische Store Norske Spitsbergen Kulkompani die Grubenanlagen und Steinkohlevorkommen in und um Longyearbyen vom Det Norske Spitsbergensyndikat, das kurz zuvor die Anlagen von der amerikanischen The Arctic Coal Company von John Longyear erworben hatte. Heute ist sie die grĂśĂte Bergbaufirma auf Spitzbergen und gehĂśrt dem norwegischen Staat. Daneben wird in Barentsburg von der russischen Firma Trust Arktikugol Kohle abgebaut. Das dritte noch existierende Bergbauunternehmen jener Zeit ist die Kings Bay A/S, die aber heute nur noch die Infrastruktur fĂźr die Forschung in Ny-Ă
lesund zur VerfĂźgung stellt, selber aber keinen Bergbau mehr betreibt. Die grĂśĂte Mine auf Spitzbergen liegt in Svea, ursprĂźnglich eine schwedische GrĂźndung, die später auch von der Store Norske Ăźbernommen wurde. Ebenfalls eine schwedische GrĂźndung ist die Siedlung Pyramiden, in der seit 1927 die Russen Kohle fĂśrderten. Nachdem 1998 der Bergbau dort aufgegeben worden war, war Pyramiden eine Geisterstadt, bis 2013 das alte Hotel wieder geĂśffnet wurde. Das russische Grumant, 1952 die grĂśĂte Siedlung auf Spitzbergen, wurde 13 Jahre später verlassen.
1920 wurde der Spitzbergenvertrag geschlossen, womit insbesondere die Gebietsansprßche formell geregelt wurden. 1925 erlangte Norwegen aufgrund dieses Vertrages die Souveränität ßber Spitzbergen, muss aber allen Bßrgern der unterzeichnenden Länder, die sich auf Spitzbergen niederlassen wollen, die gleichen Rechte einräumen. Auch darf Norwegen keinen Gewinn aus auf Spitzbergen erhobenen Steuern erzielen, weshalb die Einkommensteuern sehr niedrig sind und ßberhaupt keine Mehrwertsteuern oder Steuern auf Tabakprodukte und Alkohol erhoben werden. Die Preise fßr Lebensmittel und Wohnfläche sind dennoch, wegen der Transportkosten, vergleichsweise hoch.
Weiterhin war und ist Spitzbergen Ausgangspunkt fĂźr Reisen zum Nordpol. Max Raebel besuchte 1908 den Archipel und fĂźhrte geologische, botanische, meteorologische und geographische Untersuchungen durch, er traf hier 1910 Ferdinand Graf von Zeppelin, der eine Polarexpedition mit einem Luftschiff plante. Erst Roald Amundsen erreichte mit einem Luftschiff von Ny-Ă
lesund aus dann im Jahr 1926 vermutlich als erster den geographischen Nordpol der Erde, 14 Jahre nachdem er bereits den SĂźdpol bezwungen hatte.
Die dramatische Suche und Rettungsaktion nach der von Umberto Nobile gefĂźhrten Nordpol-Expedition mit dem Luftschiff Italia im Mai 1928 machte die Inselgruppe weltweit bekannt. Amundsen, der sich auch an der Suche beteiligt hatte â obwohl Nobile die Expedition allein gestartet hatte, weil er sich mit Amundsen zerstritten hatte â, kam in der Folge bei einem Flugunfall in der Nähe der Bäreninsel ums Leben.
Zweiter Weltkrieg
Nach dem deutschen Angriff auf die Sowjetunion wurde Spitzbergen im August 1941 von den Alliierten evakuiert und die Infrastruktur der norwegischen Siedlung Longyearbyen und der russischen Siedlung Barentsburg von kanadischen Royal Engineers während der Operation Gauntlet zerstÜrt. Die gefÜrderten Kohlevorräte von etwa 400.000 Tonnen und Treibstoff wurden in Brand gesetzt, damit sie nicht der Wehrmacht in die Hände fallen konnten.cite-ref-can-hilfe-20-0[20]
Ab September 1941 operierten auf West-Spitzbergen im LilliehÜÜkfjord mit dem Unternehmen Knospe ein Wettertrupp der Wehrmacht von der Kriegsmarine und mit dem Unternehmen BansÜ der Luftwaffe der Wehrmacht, um Wetterbeobachtungen sowohl fßr den operativen wichtigen Zugang zum russischen Nordmeer, als auch fßr die strategische Wettervorhersage in Mitteleuropa durchzufßhren.
In anderen Regionen wurden zur meteorologischen Datenerfassung von der Luftwaffe und Kriegsmarine automatische Wetterstationen eingesetzt, die selbstständig die Wetterlage erfassten und ihre Ergebnisse an die Wetterdienste der Wehrmacht ßbermittelten. Die Wetterstation WFL 21 der Kriegsmarine, Codename Gustav, befand sich im Nordwesten der Insel Spitzbergen am Billefjord. U 737, das gegen die alliierten Nordmeergeleitzßge eingesetzt wurde, war auch mit dem Ausbringen von automatischen Wetterfunkgeräten betraut, die selbständig Wetterdaten erheben und weitergeben konnten. Unter dem Kommando von Oberleutnant zur See Paul Brasack griff U 737 zudem alliierte Wetterbeobachtungseinrichtungen auf Spitzbergen an. Die Wetterfunkstation der Luftwaffe KrÜte befand sich in der Mitte der Insel, an der sßdlichen Kßste des Van Mijenfjord.
Am 14. Mai 1942 landete eine norwegische Einheit und besetzte Longyearbyen wieder fßr den Rest des Krieges, musste jedoch vor deutschen Kräften zeitweilig ausweichen. Am 8. September 1943 zerstÜrte ein deutscher Gefechtsverband aus den Schlachtschiffen Tirpitz und Scharnhorst sowie neun ZerstÜrern mit eingeschiffter Infanterie während des Unternehmens Sizilien die Siedlungen. Es gab Tote und Verletzte. Longyearbyen wurde vollständig zerstÜrt.
Im September 1944 wurde auf Nordostland mit dem Unternehmen Haudegen eine Wetterstation der Kriegsmarine unter Leitung des Meteorologen Wilhelm Dege eingerichtet. Sie konnte durch die Umstände der Kapitulation jedoch erst nach Kriegsende im September 1945 von den Norwegern aufgelÜst werden.cite-ref-21[21]
Sämtliche Ăberbleibsel menschlicher Kultur aus der Zeit vor 1946 sind als Kulturdenkmal eingestuft und unterliegen dem Denkmalschutz. Sie dĂźrfen nicht verändert werden. Das gilt zum Beispiel fĂźr die Ăberreste von Grubenbahnen und HĂźtten, die sich in den verlassenen Minensiedlungen finden.
Hin und wieder werden auch heute noch alte Munition und Landminen aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gefunden, die dann vom norwegischen Kampfmittelräumdienst beseitigt werden.
Nachkriegszeit und Moderne
Spitzbergen ist seit 1945 entmilitarisiert, aber trotzdem von Bedeutung, da es in der GIUK-Lßcke liegt. Zur Aufklärung russischer U-Boote wurde in dieser geografischen Lßcke das Sonarsystem SOSUS installiert.cite-ref-22[22]
Nach dem Krieg nahmen mehrere Bergbaugruben die Arbeit wieder auf, insbesondere in Longyearbyen, Sveagruva, Barentsburg, Pyramiden, Grumant und Ny-Ă
lesund. 1965 wurde Grumant aufgegeben, bald nach der Kings-Bay-Affäre zudem der Bergbau in Ny-Ă
lesund. Seit 1998 ist auch Pyramiden bis auf einige TouristenfĂźhrer und den Hotelbetrieb verlassen.
Die grĂśĂte Umstellung der Lebensweise auf Spitzbergen brachte die ErĂśffnung des internationalen Flughafens in Longyearbyen im Jahr 1975, mit dem die Inselgruppe ganzjährig vom Festland aus erreichbar wurde, was die Abgeschiedenheit, besonders während der Wintermonate, deutlich reduzierte. Auch dauert die Reise von Tromsø aus nun nur noch gut zwei Stunden, statt mehrerer Tage wie frĂźher per Schiff. Dadurch hat besonders auch die Zahl der Touristen deutlich zugenommen. Diese sind heute, neben Forschung und Bergbau, Haupteinnahmequelle der BevĂślkerung auf Spitzbergen.
Zur Aufrechterhaltung der norwegischen Hoheit Ăźber Spitzbergen patrouilliert die norwegische KĂźstenwache mit der KV Svalbard und der HNoMS Thor Heyerdahl (F314) rund um den Archipel. Neu auch fĂźr diese Aufgaben sind die Schiffe der Jan-Mayen-Klasse. Die staatliche russische Bergbaugesellschaft Arktikugol hat in Barentsburg fĂźr Verbindungs- und VersorgungsflĂźge einen eigenen Mil Mi-8 Hubschrauber stationiert, der jedoch nur fĂźr innerbetriebliche FlĂźge eingesetzt werden darf.cite-ref-rogosin-23-0[23]
Geschichte der Kartografie von Spitzbergen
Bei dem seit spätestens 1194 bezeugten altnordischen Namen âSvalbardâ, der âKalte KĂźsteâ bedeutet, ist nicht gesichert, dass damit die Inselgruppe bezeichnet war. Es kĂśnnte auch OstgrĂśnland oder Jan Mayen gewesen sein.
Willem Barents benannte bei seiner Entdeckung das Land nach seinen spitzen Bergen Spitzbergen, niederländisch spitse Bergen, daher die niederländische Originalbezeichnung Spitsbergen, wie sie auch im Spitzbergenvertrag verwendet wird. Dazu legte er acht weitere Namen fĂźr Teile der Inseln fest. Barents Entdeckung war der Startpunkt fĂźr die sogenannte âWalfangperiodeâ auf Spitzbergen, die etwa von 1600 bis 1710 dauerte. Diese Periode war vorwiegend durch dänische und englische Aktivitäten geprägt. Giles & Rep verĂśffentlichten im Jahr 1710 die erste Karte Spitzbergens, auf der die KĂźstenlinien vollständig verzeichnet wurden. Vorläufig diente Spitzbergen vorwiegend als Ausgangspunkt fĂźr den Walfang, womit besonders die KĂźstenlinie fĂźr die Kartographie zentral war. Die Karte enthielt auch schon eine ganze Reihe von Ortsnamen, die jedoch sehr willkĂźrlich gewählt waren. Die Namen attributierten zu allem MĂśglichen:
⢠Länder und Gebiete aus den Heimatländern der Jäger
⢠Landmarken fßr die Navigation, Häfen
⢠Landschaftsformen
⢠Personen
⢠Pflanzen
⢠Religion, Heilige
⢠Tiere
Viele dieser Namen waren in den jeweiligen Sprachen der Walfänger verfasst, was später zu absichtlichen oder unabsichtlichen Ăbersetzungen in andere Sprachen (vorwiegend ins Norwegische) fĂźhrte. Dabei entstanden Fehler oder Missverständnisse, so dass die abgeleiteten Namen eine neue Bedeutung erhielten.
Nachdem der Walfang nach 1710 praktisch zum Erliegen gekommen war, da der GrÜnlandwal fast ausgerottet war, blieb Spitzbergen bis 1858 weitgehend unbewohnt. Bis auf einige russische Jäger, die auf den Inseln Fßchse, Rentiere, Walrosse, Robben und Eisbären jagten, war das Interesse der Menschen an der Inselgruppe gering. Aus dieser Zeit sind entsprechend keine neuen Flurnamen ßberliefert. Einige englische, franzÜsische oder schwedische Expeditionen fielen in diese Zeit, ihre Nachwirkung war jedoch ebenfalls sehr gering.
Das Jahr 1858 markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entdeckungsgeschichte von Spitzbergen. Ab diesem Datum fanden fast dauernd Expeditionen zur Inselgruppe statt, mit rein naturwissenschaftlichem Hintergrund. Fast alle europäischen Länder organisierten solche Expeditionen oder beteiligten sich daran, darunter Norwegen, Schweden, Deutschland, England, die Schweiz, Ăsterreich, Monaco und Schottland.
Die dabei neu entstandenen Karten enthalten auch neue Namen, diese sind jedoch zwischen den verschiedenen Kartografen nicht einheitlich und häufig durch Ăbersetzungsfehler entstellt. Der Erste, der versuchte, diese Ungereimtheiten zu bereinigen, war Adolf Erik NordenskiĂśld. Seine wichtigste Karte von Spitzbergen wurde 1875 publiziert. Als Dank fĂźr UnterstĂźtzung oder Beteiligung an der Expedition begann er, neue Namen aus den Personennamen dieser UnterstĂźtzer zu bilden, was viele weitere Entdecker nach ihm genauso handhabten.
Als Kartograf von Spitzbergen ist auch August Petermann in Erscheinung getreten. Nachdem er die deutsche Besiedlung in Afrika unterstßtzt hatte, regte er zwei Arktisexpeditionen an, die 1868 und 1870 unter der Leitung von Carl Koldewey zunächst nach Spitzbergen, dann nach OstgrÜnland fßhrten. Petermann verwendete fßr seine Karten auch Namen von deutschen Entdeckern Afrikas. Seine Publikationen erschienen um 1870.
Nach der Jahrhundertwende fanden verschiedene Fahrten statt, die vorwiegend oder ausschlieĂlich die Kartographie zum Ziel haben. Zu den wichtigsten UnterstĂźtzern dieser Projekte gehĂśrte Albert I. von Monaco, der im Jahr 1899 selbst nach Spitzbergen gereist war. 1906/1907 finanzierte er die Expedition von Gunnar Isachsen, der auch später noch mehrfach den Archipel bereiste. Auch Adolf Hoel leistete während seiner Reisen einen wesentlichen Beitrag zur Kartographie Spitzbergens.
Als weitere wichtige Kartografen Spitzbergens gelten Sir William Martin Conway, der erstmals ausfĂźhrliche Karten des Landesinneren zeichnete, was zur EinfĂźhrung zahlreicher neuer Namen fĂźhrte, sowie Gerard De Geer. Letzterer versuchte, mĂśglichst konsistente Regeln fĂźr die Namensgebung der geografischen Punkte festzulegen. Zusammenhängende Namen sollten fĂźr zusammenhängende Gebiete verwendet werden (beispielsweise die Vornamen einer KĂśnigsfamilie), Namen in der einheimischen Sprache sollten bevorzugt werden, um falsche Ăbersetzungen zu vermeiden (falls nĂśtig mit latinisierter Transkription). Auch vermied er bewusst lange, komplizierte Namen, da diese im täglichen Gebrauch abgekĂźrzt und damit verfälscht wurden. Allzu allgemeine Namen sollten vollständig vermieden werden, wie etwa Tierarten fĂźr geografische Bezeichnungen (bereits verbreitete Namen wie Bjørnøya â Bäreninsel â blieben natĂźrlich). Bei ihrer Kartografie beeinflussten sich De Geer und Isachsen gegenseitig, Isachsen verwendet jedoch bevorzugt franzĂśsische Namen, De Geer englische. Dabei entstanden erneut durch Ăbersetzungsfehler bedingte, unlogische Namenskombinationen wie Mt Vortefjell (fjell ist das norwegische Wort fĂźr Berg) oder Glacier VerdebrĂŚ (brĂŚ bedeutet Gletscher auf Norwegisch).
Die vollständigsten Karten dieser letzten wichtigen Entdeckerperiode wurden um 1923 publiziert. In diesem Jahr demonstrierte die Junkers-Spitzbergen-Expedition, der die ersten Luftbilder des Archipels zu verdanken sind, die Vorteile der Landaufnahme aus der Luft.
Politik
Norwegische Verwaltung
Spitzbergen wird direkt von einem Repräsentanten der norwegischen Regierung geleitet. Er trägt den Titel Sysselmester und ist gleichzeitig Polizeichef, Hilfsrichter und Inhaber anderer offizieller Funktionen. Vor Juli 2021 lautete der Titel Sysselmann.cite-ref-24[24] Er soll auch die Rechte und Pflichten sicherstellen, die Norwegen laut Spitzbergenvertrag obliegen. Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts wurde in mehreren politischen VorstĂśĂen die Selbstverwaltung durch die BevĂślkerung gestärkt. Im Oktober 2007 fanden auf Spitzbergen erstmals Wahlen fĂźr ein lokales Parlament statt. Zur Geschichte der Verselbständigung der Verwaltung siehe den Geschichtsabschnitt im Artikel Longyearbyen.
Zur UnterstĂźtzung des Sysselmester sind norwegische Polizisten in Longyearbyen stationiert. Sie Ăźbernehmen die Fluggastkontrolle und betreiben den Ordnungs- und Verkehrsdienst mit Verkehrskontrollen sowie den Sicherheitsdienst bei einer Eisbärsichtung in Longyearbyen. AuĂerdem sind sie auch fĂźr die Einhaltung der Umweltschutzvorschriften zuständig. Die Norwegische KĂźstenwache fĂźhrt den Schutz und die Ăberwachung der See vornehmlich mit der Svalbard durch. Spitzbergen gehĂśrt nicht zum Schengen-Raum.
Die Hoheitsrechte innerhalb der 200-Meilen-Zone werden von Norwegen beansprucht, was allerdings umstritten ist, auch weil in der Arktis Bodenschätze vermutet werden. Mehrere andere Länder erheben Anspruch auf die Abbaurechte im Nordpolarmeer.
Konflikt mit Russland
Seit der Annexion der Krim im Jahr 2014 kommt es zunehmend zu Spannungen durch russische Ăbertretungen der geltenden Vereinbarungen. So war der damalige Vize-Ministerpräsident Dmitri Rogosin durch Sanktionen mit einem Einreiseverbot fĂźr die EU belegt, als er 2015 auf der Insel landete.cite-ref-rogosin-23-1[23] Im April 2016 nutzten tschetschenische Spezialkräfte, die unter dem unmittelbaren Kommando von Ramsan Achmatowitsch Kadyrow standen, nach einer AusbildungsĂźbung nahe dem russischen Forschungslager Barneo am Nordpol den Flughafen von Longyearbyen.cite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Dies geschah, obwohl die nächste russische Militärstation Nagurskaja auf dem russischen Franz-Josef-Land liegt. Kadyrow begrĂźĂte die RĂźckkehrer seiner Speznas persĂśnlich auf dem Flughafen von Grosny.cite-ref-27[27]cite-ref-28[28] Bei der GroĂĂźbung Sapad 2017 des russischen und belarussischen Militärs wurde auch eine Invasion von Spitzbergen geĂźbt.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30]cite-ref-31[31]
Im Zuge der Ausweitung des russischen Ăberfalls auf die Ukraine verschärfte sich ab 2022 auch die Situation auf Spitzbergen. Bereits im Januar dieses Jahres wurde eines der beiden Unterseekabel durchtrennt, die zum norwegischen Festland fĂźhren. AIS-Daten belegten, dass vor der Kappung des Kabels ein russischer Trawler 130 Mal Ăźber der betreffenden Stelle kreuzte.cite-ref-32[32] Obwohl Norwegen kein Mitglied der Europäischen Union ist, trug man die erhobenen EU-Sanktionen gegen Russland mit, woraufhin der Moskauer Kreml mit Vergeltung drohte.cite-ref-33[33] Im Herbst 2022 verhaftete die norwegische Polizei wegen unerlaubter DrohnenflĂźge Ăźber Spitzbergen den Sohn des Oligarchen, ehemaligen Präsidenten der Russischen Eisenbahnen und Putin-Vertrauten Wladimir Jakunin.cite-ref-34[34] Im Mai 2023 wurde in Barentsburg zum Tag des Sieges im deutsch-sowjetischen Teil des Zweiten Weltkriegs eine Militärparade abgehalten, bei der auch ein Hubschrauber trotz Flugverbot zum Einsatz kam. In Pyramiden wurde zudem die Flagge der Volksrepublik Donezk gehisst. Das Verhältnis zwischen Norwegen und Russland kĂźhlte sich daraufhin noch einmal erheblich ab.cite-ref-ntv2025-35-0[35]
Russland untermauerte in der Folge sein geopolitisches Interesse am Nordpolargebiet, wobei das Europäische Nordmeer zwischen Spitzbergen und dem norwegischen Festland im Kriegsfall als wichtige Route der Nordflotte von den in der Barentssee gelegenen Häfen um Murmansk und der Halbinsel Kola in den Nordatlantik gilt. Da Spitzbergen als Territorium Norwegens zum Gebiet der NATO zählt, rĂźckte die Inselgruppe neben dem Baltikum auch als ein mĂśgliches militärisches Ziel Russlands in den Blickpunkt, um den in Artikel 5 des Nordatlantikvertrags geregelten BĂźndnisfall zu testen.cite-ref-36[36] Im März 2025 warf das AuĂenministerium der Russischen FĂśderation Norwegen vor, militärische Objekte auf Spitzbergen in Betrieb genommen und damit gegen den vertraglichen Status der Entmilitarisierung verstoĂen zu haben. Die Regierung in Oslo wies diese Anschuldigung zurĂźck und erklärte, dass es sich um Instrumente fĂźr eine rechtmäĂige SicherheitsĂźberwachung handeln wĂźrde.cite-ref-ntv2025-35-1[35] Zudem erlieĂ man eine Arktische Operations-Direktive fĂźr die norwegischen Streitkräfte, die sich auf eine Konfrontation mit Russland im Arktischen Ozean vorbereiten sollten.cite-ref-37[37]
Infrastruktur
Spitzbergen ist durch den 1975 erĂśffneten internationalen Flughafen in Longyearbyen mit Norwegen und anderen Ländern verbunden. Während der Polarnacht sind die fĂźnf wĂśchentlichen FlĂźge von und nach Tromsø faktisch die einzige Verbindung zum Festland. Der grĂśĂte Arbeitgeber der Inselgruppe, die norwegische Bergbaugesellschaft Store Norske Spitsbergen Kulkompani, hat zwei eigene Flugzeuge, die fĂźr Transporte zwischen Sveagruva und Longyearbyen sowie Ny-Ă
lesund eingesetzt werden. In Ny-Ă
lesund und Sveagruva gibt es jeweils Verkehrslandeplätze, in Barentsburg und Pyramiden gibt es je einen Hubschrauberlandeplatz, weitere gibt es an im Gelände verteilten Feldtankpunkten. Bis zur ErÜffnung des Flughafens wurde ein Verkehrslandeplatz im Osten von Longyearbyen benutzt.
Bebauung mit fester Besiedlung gibt es nur in den vier Ortschaften. Das gesamte Gelände von West-Spitzbergen ist von Hßtten durchsetzt, die vormals meist als Wetterhßtten oder Trapperstationen dienten und die nur fßr Wochenendausflßge durch Einheimische genutzt werden kÜnnen. Eine Anmietung durch Touristen ist nicht mÜglich.
Im Sommer kommen verschiedene Forschungs- und Touristenschiffe in die Häfen. Nur in den Ortschaften gibt es befestigte Wege sowie in Longyearbyen zur Gruve 7. Transporte erfolgen mittels Flugzeug, Hubschrauber, Schiff oder Boot, Motor- oder Hundeschlitten. Das Kennzeichen der wenigen Kraftfahrzeuge auf Spitzbergen beginnt mit ZN.
In Longyearbyen befindet sich die einzige Bank des Inselarchipels, diese ist zugleich die nĂśrdlichste Bank der Welt. Am 21. Dezember 2018 erfolgte der erste Bankraub der Arktis durch einen arbeitslosen russischen StaatsbĂźrger, er erbeutete 9000 Euro, konnte die Insel aber nicht ungesehen verlassen, es folgte die Ăberstellung an ein norwegisches Gericht in Tromsø.cite-ref-38[38]
FĂźr die umfangreichen Forschungsprojekte auf Spitzbergen, vorwiegend das UNIS und die Satellitenstationen fĂźr polumlaufende Satelliten in der Umgebung von Longyearbyencite-ref-39[39], wurde ein 20-Gbit/s-Unterwasserkabel, das Svalbard Undersea Cable System, vom norwegischen Festland aus gelegt.cite-ref-40[40] Somit sind in allen grĂśĂeren Siedlungen Spitzbergens schnelle InternetanschlĂźsse verfĂźgbar. Im Januar 2022 wurde eines der beiden Unterseekabel vom Festland nach Spitzbergen durch einen russischen Fischtrawler mit dem Grundschleppnetz vorsätzlich beschädigt.cite-ref-41[41]cite-ref-42[42]
Fßr Spitzbergen und Jan Mayen existiert die eigene länderspezifische Top-Level-Domain (ccTLD) .sj. Sie wird derzeit nicht verwendet, ist aber fßr potenzielle zukßnftige Nutzung reserviert. Sie wird von der Firma UNINETT Norid AS verwaltet, die auch fßr die norwegische Domain .no sowie fßr die Domain der Bouvetinsel .bv zuständig ist.cite-ref-43[43]
Wirtschaft
Da Norwegen aufgrund des Spitzbergenvertrags von Sèvres vom 9. Februar 1920 keine Einkßnfte aus Spitzbergen beziehen darf, bleiben die eingezogenen Steuern auf der Inselgruppe. Das hat zur Folge, dass das Steuerniveau im Gegensatz zu anderen norwegischen Gebieten sehr niedrig ist. Die Einkommensteuer liegt unter 20 %, eine Umsatzsteuer existiert ßberhaupt nicht. Das wird jedoch dadurch kompensiert, dass viele Produkte, insbesondere Frischwaren wie Gemßse und Obst, aufgrund der hohen Transportkosten deutlich teurer als auf dem Festland sind.
AuĂerdem beinhaltet der Vertrag, dass die Inseln zwar zu Norwegen gehĂśren, gleichzeitig aber alle Vertragsparteien ein Recht auf Nutzung der Bodenschätze haben, was mit der Entdeckung von Kohlevorkommen relevant wurde. Von diesem Recht machen von den 39 Ländern, welche den am 30. Juni 1925 in Kraft getretenen Spitzbergenvertrag bisher unterzeichnet haben, heute nur Norwegen und Russland (Arktikugol) Gebrauch. Die KohlefĂśrderung ist gemessen am Weltmarktpreis relativ teuer und damit unwirtschaftlich.
Heute arbeitet die BevĂślkerung (hauptsächlich Norweger und Russen) der dĂźnnbesiedelten Insel in der Forschung, im Tourismus oder im Bergbau, vorwiegend in den Städten Longyearbyen, in Sveagruva und Barentsburg. Die drei Ortschaften sind untereinander nicht durch StraĂen oder Wege verbunden.
Auf Spitzbergen befindet sich ein Startplatz fĂźr HĂśhenforschungsraketen (Svalbard Rakettskyttefelt). AuĂerdem existieren zahlreiche Satelliten-Bodenstationen wie etwa die Svalbard Satellite Station (SvalSat) in Longyearbyen und die BIRD-Bodenstation in Ny-Ă
lesund.
Pflanzensamenbank
â
Hauptartikel
:
Svalbard Global Seed Vault
Am 26. Februar 2008 wurde eine Pflanzensamenbank eingeweiht, die von der norwegischen Regierung mit UnterstĂźtzung der EU, der Nordic Gene Bank und dem Global Crop Diversity Trust (GCDT) errichtet wurde. Die Svalbard Global Seed Vault ist eine internationale Organisation zur weltweiten Erhaltung von Nutzpflanzen, welche die Ernährung der WeltbevĂślkerung sicherzustellen helfen soll. Im Samenbunker auf Spitzbergen lagern die Samenproben 120 Meter tief im Permafrost-Felsmassiv bei â18 °C. Insbesondere soll die Erhaltung der Sortenvielfalt von Nutzpflanzenarten wie Reis, Weizen oder Gerste sichergestellt werden, geschĂźtzt vor genetischer Verunreinigung, Naturkatastrophen, Pflanzenepidemien oder gar vor Verlusten durch Atomkriege. Es wurde mit einem Bedarf von 4,5 Millionen Pflanzensamenproben der weltweiten Nutzpflanzen gerechnet, die Kapazität reicht fĂźr 2,25 Milliarden Samen. Eine Probe enthält durchschnittlich 500 Samen. Im Oktober 2017 lagerten dort Ăźber 933.000 Samenproben von 5.384 Arten aus 992 Gattungencite-ref-44[44]cite-ref-45[45], davon allein 70.000 Reissorten und 15.000 Bohnensorten. Die Samen kommen aus der ganzen Welt. 175 Länder planten, Samenproben nach Spitzbergen zu schicken. EigentĂźmer der Proben bleiben die einreichenden Saatgutbanken im Ausland. Bis Anfang 2018 gab es nur eine einzige Anforderung zur RĂźckfĂźhrung von Proben, und zwar durch das International Center for Agricultural Research in the Dry Areas nach Syrien im Jahr 2015.cite-ref-46[46]
Tourismus
Longyearbyen lebt vom Tourismus, der mittlerweile eine GrĂśĂe von jährlich 70.000 Touristen erreicht hat, davon die meisten mit Kreuzfahrtschiffen. Hauptsaison ist während des Lichtwinters zwischen März und Anfang Mai, wenn noch genĂźgend Schnee fĂźr Schlittentouren liegt und schon ausreichend Tageslicht vorhanden ist, sowie im Sommer zwischen Anfang Juli und Mitte August. Ab Mitte April geht die Sonne in Longyearbyen nicht mehr unter. In der Zwischensaison von Anfang Mai bis Juli nimmt der Touristenstrom wieder ab, weil Schmelzwasser die Täler weitgehend unpassierbar macht.
Der Tourismus findet hauptsächlich um Longyearbyen statt oder auf Schiffen, die die Inselgruppe umrunden und dabei auch Landgänge anbieten. Liegt Schnee, wird verbreitet auf Schneemobile als Transportmittel zurĂźckgegriffen, fĂźr den Tourismus auch auf Hundeschlitten. Pyramiden ist verlassen und soll zukĂźnftig als Ausgangspunkt von Trekkingtouren dienen. Barentsburg dient vor allem dem Bergbau und TagesausflĂźgen, Ny-Ă
lesund der wissenschaftlichen Forschung und wird stundenweise von Kreuzfahrern angelaufen.
Spitzbergen gehĂśrt zur trocken-kalten Klimazone (Polargebiet), die Verhältnisse sind daher nicht mit denen in Skandinavien zu vergleichen. Wanderungen haben Expeditionscharakter. Es existieren keine StraĂen oder Wanderwege und keine Wegmarkierungen und dementsprechend auch keine BrĂźcken Ăźber die zahlreichen im Sommer offenen Wasserläufe. Sommer wie Winter muss mit den Gefahren von schnell wechselndem Wetter oder unwegsamem Gelände gerechnet werden und NotausrĂźstung sollte griffbereit sein.
Um sich gegen Angriffe von Eisbären schĂźtzen zu kĂśnnen, ist durch den Sysselmester jedermann angehalten, auĂerhalb von Ortschaften mit geeigneten Abwehrmitteln ausgerĂźstet zu sein.cite-ref-0-47-0[47] Dabei wird das FĂźhren groĂkalibriger BĂźchsen (.30-06 oder .308) oder von Repetierflinten Kaliber 12/76 empfohlen.cite-ref-48[48]cite-ref-49[49] Eisbären sind geschĂźtzt und dĂźrfen nur in Notwehr getĂśtet werden. Man ist verpflichtet, vor dem Waffengebrauch zu versuchen, den Eisbären mit geeigneten Mitteln, wie beispielsweise einer Signalpistole, abzuschrecken oder abzulenken. Es ist verboten, Eisbären anzulocken oder sie aktiv aufzusuchen. Lager sollten mit einem Bärenzaun geschĂźtzt sein.cite-ref-50[50] In der Vergangenheit kam es mehrfach zu Todesfällen bei der Begegnung mit Eisbären. Zuletzt starb ein 38-jähriger niederländischer Angestellter des Campingplatzes von Longyearbyen, der in der Nacht auf den 28. August 2020 in seinem Zelt angegriffen worden war.cite-ref-51[51] Davor wurde am 5. August 2011 ein 17-jähriger britischer SchĂźler tĂśdlich verletzt, nachdem ein Eisbär in dessen Zelt eingedrungen war. Mehrere Begleiter des SchĂźlers wurden ernsthaft verletzt.cite-ref-52[52] Davor starb im Jahr 1995 ein Mann auf der Kiepertøya in der sĂźdlichen HinlopenstraĂe infolge eines Eisbärenangriffs.cite-ref-53[53] Insgesamt wurden auf Spitzbergen seit 1970 sechs Touristen von Eisbären getĂśtet.cite-ref-54[54]
Im Verwaltungsgebiet 10 kĂśnnen Touren ohne Genehmigung unternommen werden. Dieses Gebiet umfasst im Wesentlichen NordenskiĂśld-Land (mit Longyearbyen), BĂźnsow-Land, Dickson-Land und den Kongsfjord. FĂźr Touren auĂerhalb des Verwaltungsgebiets 10 benĂśtigt man eine Genehmigung des Sysselmesters. Eine Versicherung fĂźr einen Search-and-Rescue-Einsatz ist eine Voraussetzung fĂźr die Genehmigung.cite-ref-55[55] Arktistaugliche AusrĂźstung und Bewaffnung sind immer erforderlichcite-ref-56[56]cite-ref-57[57] â grundsätzlich mit Iridium-tauglichem Mobiltelefon und Rettungsgerätfunkstelle als Notfunkbake. AuĂerhalb von Longyearbyen gibt es keine StraĂen oder Wanderwege.
Die Richtlinien ßber das Entleihen von Waffen bei Ausrßstern in Longyearbyen wurden im Jahr 2009 verschärft. Die Bearbeitungszeit fßr die Genehmigung zur Waffenverwendung beträgt bis vier Wochen.cite-ref-0-47-1[47]
Aktuelle Gefahrenlagen rund um Spitzbergen und Longyearbyen kĂśnnen unter einem Blog des Sysselmesters abgerufen werden.cite-ref-58[58]
Medien
Auf Spitzbergen existieren mit Svalbardposten eine eigene norwegische Wochenzeitung und mit Longyearbyen TV ein lokaler Fernsehkanal. Bedingt durch die in allen grĂśĂeren Siedlungen Spitzbergens vorhandenen InternetanschlĂźsse (siehe Infrastruktur) ist ein internationaler Medienzugang gewährleistet.
Siehe auch
Literatur
⢠Birgit Lutz: Mein Spitzbergen. Mareverlag, Hamburg 2024, ISBN 978-3-86648-686-7.
⢠Barbara Kempen: Der vÜlkerrechtliche Status der Inselgruppe Spitzbergen. (Schriften zum VÜlkerrecht, Vol. 118) Verlag Duncker & Humblot, Berlin 1995. https://doi.org/10.3790/978-3-428-48305-1
⢠Thor B. Arlov: Svalbards historie. H. Aschehoug & Co., Oslo 1996, ISBN 82-03-22171-8.
⢠Wilhelm Dege: Im Vorfeld des Nordpols. Fahrten und Abenteuer auf Spitzbergen. Herder Verlag, Freiburg im Breisgau 1957.
⢠Christian Kempf: A Journey to Svalbard Polar Territory. Eigenverlag, OrlÊans 1999.
⢠Hugo Nßnlist: Spitzbergen. Gipfel ßber dem nÜrdlichen Eismeer. Erlebnisse und Ergebnisse der Schweizer Spitzbergen-Expedition 1962. Orell Fßssli, Zßrich 1963.
⢠Englisch: Spitsbergen. The story of the 1962 Swiss-Spitsbergen expedition. Aus dem Deutschen von Oliver Coburn. Kaye, London 1966.
⢠Andreas Umbreit: Spitzbergen mit Franz-Joseph-Land und Jan Mayen. Stein, Welver 2007, ISBN 3-89392-282-2.
⢠Horst-Gßnter Wagner: Klimatologische Beobachtungen in Sßdostspitzbergen 1960 Steiner, Wiesbaden 1960.
⢠Norsk Polarinstitutt (Hrsg.): The Place-Names of Svalbard. Oslo 2001, ISBN 82-90307-82-9.
⢠Norsk Polarinstitutt (Hrsg.): Cruise Handbook for Svalbard. Oslo 2009, cruise-handbook.npolar.no (englisch).
⢠Spitzbergen-Expedition 1999. Deutscher Alpenverein, Sektion Regensburg, Regensburg 1999.
⢠Manfred Hausmann, Fotos: Klaus D. Francke: Spitzbergen â Konkurrenz um eine kalte SchĂśnheit. In: Geo-Magazin. Hamburg 1978/9, ISSN 0342-8311, S. 60â82 (informativer Erlebnisbericht, u. a. mit politischen HintergrĂźnden).
Belletristik
⢠Die Üsterreichische Malerin und Autorin Christiane Ritter verbrachte mit ihrem Mann Hermann Ritter und einem Jagdkollegen den Winter 1934/35 auf Spitzbergen und schrieb das Buch Eine Frau erlebt die Polarnacht.
⢠Der deutsche Pädagoge Wilhelm Dege, der als Wehrmachtssoldat während des Zweiten Weltkriegs auf Spitzbergen einen Wettertrupp geleitet hatte, verÜffentlichte mit Jäger in Nacht und Eis (Reutlingen 1953) einen Abenteuerroman ßber Pelztierjäger, die auf West-Spitzbergen ßberwintern.
⢠Der deutsche Schriftsteller Bernd Späth, der auf Spitzbergen zwischen 1982 und 1995 fßnf arktische Expeditionen absolvierte und 1983 als erster Deutscher die Nordspitze der Insel ßber das Inlandeis erreichte, verÜffentlichte zu Spitzbergen drei Romane und einen Band mit arktischen Erzählungen.
⢠Die norwegische Schriftstellerin Anne B. Ragde verfasste den Roman Mord in Spitzbergen.
⢠Die drei Staffeln umfassende britische Krimiserie Fortitude, ausgestrahlt zwischen 2015 und 2018, spielt in einer fiktiven 800-Einwohner-Siedlung namens Fortitude auf der Inselgruppe Spitzbergen.
⢠Die norwegische Journalistin Line Nagell YlvisĂĽker, seit 2006 in Longyearbyen lebend, schrieb das Buch âMeine Welt schmilzt. Wie das Klima mein Dorf verwandeltâ. Es erschien in deutscher Ăbersetzung 2021 bei Hoffmann und Campe (Hamburg). Darin schildert sie die Folgen des Klimawandels fĂźr den Ort und die gesamte Inselgruppe.
⢠Die zu Spitzbergen gehÜrende Bäreninsel spielt in dem Roman Der Nebelfßrst von Martin Mosebach eine wichtige Rolle.
Weblinks
Karten, Fotos und Videos
Commons
: Spitzbergen (Inselgruppe)
â Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
⢠TopoSvalbard â Interaktive Karte des Norwegischen Polarinstituts
⢠Svalbard 2009 â Fotoserie von einem Field Trip
⢠Terra X: Verschollen vor Spitzbergen â Video (31. Januar 2010, 3:15 Uhr, 43:29 Min.)
⢠Longyearbyen September 2012 â Video mit EindrĂźcken von Longyearbyen
⢠[1] The Svalbard Treaty Explained: Geopolitics in the Arctic
⢠Longyearbyen Community Guidelines
Andere
⢠Spitzbergen.de â Umfangreiche Spitzbergen-Infoseite
⢠Das Universitätszentrum in Longyearbyen mit zahlreichen Informationen ßber die Insel (englisch)
⢠Offizielle Seite des norwegischen Regierungsbevollmächtigten fßr Spitzbergen (norwegisch und englisch)
⢠Spitzbergen. In: VisitNorway. Abgerufen am 11. November 2025
⢠Svalbard Global Seed Vault â Pflanzensamenbank in Spitzbergen (englisch)
⢠Regulations relating to large nature conservation areas and bird reserves in Svalbard as established in 1973. In: regjeringen.no. Ministry of Climate and Environment, 4. April 2014.
⢠Wettervorhersage von Longyearbyen auf der Website Yr.no, Norwegisches Meteorologisches Institut und Norwegischer Rundfunk (NRK).
⢠Cecilia Blomdahl Impressionen von Svalbard und Longyearbyen
⢠Willkommen auf Spitzbergen | ARTE 16. September 2022
Einzelnachweise
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cite-note-21. Even Høydahl, Vilni Verner Holst Bloch, Anders Sønstebø: Population of Svalbard. Statistics Norwayâs Information Centre, 7. April 2020, abgerufen am 20. April 2020 (englisch).
cite-note-33. â Norwegian Polar Data Centre: Placenames. Norwegian Polar Institute, abgerufen am 7. Juni 2019 (englisch, Filterdaten mĂźssen manuell gesetzt werden (Status: Historical, Area: Svalbard, Terrain: Island)).
cite-note-44. â Newtontoppen auf Peakbagger.com (englisch)
cite-note-55. â Perriertoppen auf Peakbagger.com (englisch)
cite-note-66. â Statistisk sentralbyrĂĽ (Hrsg.): Svalbardstatistikk 2005. PDC Tangen, Oslo/Kongsvinger 2005, ISBN 82-537-6809-5, S. 136 (englisch, norwegisch, ssb.no [PDF; 6,8 MB; abgerufen am 24. September 2015]).
cite-note-77. â Svalbard hit by major earthquake. (Memento vom 14. März 2012 im Internet Archive) In: The Norway Post. 7. März 2009 (englisch), abgerufen am 31. Oktober 2011.
cite-note-taz-5699910-99. â Reinhard Wolff (2020). Klimawandel in der Arktis: Hitzewelle auf Spitzbergen. taz. https://taz.de/Klimawandel-in-der-Arktis/!5699910/
cite-note-1010. â I. Hanssen-Bauer, E.J. Førland, H. Hisdal, S. Mayer, A.B. Sandø, A. Sorteberg (2018). Climate in Svalbard 2100: A knowledge base for climate adaptation. https://www.miljodirektoratet.no/globalassets/publikasjoner/M1242/M1242.pdf
cite-note-1111. â Svalbardposten AS: Isbjørn i Nybyen. In: Svalbardposten. (svalbardposten.no [abgerufen am 29. August 2018]).
cite-note-1212. â n24.de Eisbär-Wächter auf Spitzbergen â Ferienjob fĂźr Mutige.@1@2Vorlage:Toter Link/www.n24.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im November 2025. Suche in Webarchiven)
cite-note-1313. â SVALBARD â Flora and Fauna Field Guide, erschienen bei 49southfoto ediciones (englisch)
cite-note-1414. â Besatzung des Jahres 2014 auf bjornoya.org (norwegisch).
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cite-note-1818. â Reinhold Thiel: Die Geschichte des Norddeutschen Lloyd 1857â1970. Band III, Verlag H. M. Hauschild, Bremen 2003, Seiten 156 und 244.
cite-note-1919. â Vgl. Artikel Moskushamn und The Place Names of Svalbard, S. 295.
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cite-note-3333. â Russland droht Norwegen wegen Sanktionen mit Vergeltung t-online.de 29. Juni 2022
cite-note-3434. â Sohn eines Putin-Vertrauten in Norwegen verhaftet - Spionageverdacht
cite-note-ntv2025-3535. â Auf Spitzbergen provoziert Russland Norwegen und die Nato n-tv 1. April 2025
cite-note-3636. â Putins Einfallstor: Beginnt auf dieser Insel der Dritte Weltkrieg? Berliner Morgenpost 2. Dezember 2024
cite-note-3737. â Auf Spitzbergen kĂśnnte eine Konfrontation mit Russland drohen KĂślnische Rundschau 1. März 2025
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